Bilderrahmen beladen – von hinten, von der Seite und von vorne

Bilderrahmen verschönern das Wohnraumambiente und tragen zu einer wohligen Atmosphäre zu Hause bei. Man kann sie aufstellen oder aufhängen und sie sind in verschiedenen Formaten und aus verschiedenen Materialien zu bekommen. Das ist auch alles richtig; aber wussten Sie, dass sich Bilderrahmen in noch viel mehr voneinander unterscheiden als nur im Design? Zum Beispiel sind nicht alle Bilderrahmen nur von hinten zu beladen. Welche Vorteile das haben kann und welche Möglichkeiten es gibt, einen Bilderrahmen von einer bestimmten Seite zu bestücken, erfahren Sie hier.

Back-Loader

Wechselrahmen-Rückwand von NielsenIm klassischen Bilderrahmen wird das Foto, die Zeichnung oder das Bild von hinten eingesetzt. Das ist die traditionelle Form des Bilderrahmens, die auch heute noch beim Großteil der Einfassungen so beibehalten wurde. Auf diese Weise ist von vorne nichts zu sehen, was die Optik des Bilderrahmens stören könnte. Schließlich sollen ja keine Verschlussfedern oder Klemmen sichtbar sein. Die Öffnungsmöglichkeit des Rahmens befindet sich deshalb auf der Rückseite. Diese kann mit verschiedenen Verschlusssystemen wie bspw. Dreh- und Klemmfedern, Spangen oder Pins ausgestattet sein.

Die Back-Loader sind geeignet für alle Arten von Fotos und Bildern, die vor allem längerfristig im Bilderrahmen Platz finden sollen. Wenn sich die Öffnung auf der Rückseite befindet, dann ist in der Regel auch ein sicherer Halt gewährleistet, denn alle Teile des Rahmens werden fest zusammengehalten und das Bild kann in keinem Fall herausfallen. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass man den Rahmen abnehmen muss, um ein anderes Bild einzusetzen, sofern man dies wünscht.

Front-Loader

Magnetrahmen von HalbeDas Gegenteil des Back-Loaders ist der Front-Loader, welcher entsprechend von vorne bestückt wird. Diese Art von Bilderrahmen ist aus vielen Gründen praktisch. Der größte Vorteil ist, dass man durch das Einsetzen des Bildes von vorne optimal ausrichten kann, was im Rahmen liegt.

Als Beispiel für einen Rahmen, der von vorne zu beladen ist, kann der Magnetrahmen der Marke HALBE dienen, welcher durch das patentierte Magnetrahmenprinzip geöffnet und verschlossen wird und erlaubt, das Bild von vorne einzusetzen. Anders als bei Drehfedern oder Felxpins treten bei Frontladern oftmals weniger Verschleißerscheinungen bei mehrmaligem Öffnen und Verschließen auf, da die Rahmen für den häufigen Gebrauch konzipiert sind.

Ein weiterer Frontloader ist der Rahmen „Gallerina“ der Marke Deknudt in all seinen Varianten. Dieser speziell für das Einsetzen von vielen Fotos und Postkarten ausgelegte Rahmen lässt sich durch einfaches Aufklappen öffnen, sodass man immer rasend schnell Zugriff auf den Inhalt der Einfassung hat.

Side-Loader

Tatsächlich kann man einen Bilderrahmen nicht nur von hinten und von vorne beladen, sondern auch etwas von der Seite einschieben. Bei solchen Bilderrahmen gibt es oftmals eine Seitenleiste, die eine Art Schlitz besitzt, durch welchen man das Motiv einschieben kann. Der Rahmen funktioniert so, wie eine Tür mit Briefkastenschlitz – nur eben von der Seite. Diese Art des Einsetzens von Bildern ist deshalb besonders praktisch, weil man dadurch sofort Zugriff auf den Inhalt hat und blitzschnell austauschen kann, was sich darin befindet. Das 3D Modell von Skors als Bilderfach ist dabei ein hervorragendes Beispiel. Eine Seite bietet Zugriff, sodass das Bild von links, rechts oder von oben eingeschoben werden kann, je nachdem, wie man den Rahmen aufhängt. Dieses spezielle Modell hat außerdem den Vorteil, dass das Bildglas fehlt. Dadurch können auch Kunstwerke darin Platz finden, die etwas dicker sind, als herkömmliche Fotos oder Zeichnungen, die üblicherweise eingefasst werden. Deshalb sind diese Rahmen wunderbar für die Kunst von Kindern geeignet, die zum Beispiel auch mit verschiedenen Objekten wie Aufklebern, Wolle oder Pfeifenputzern und Filzstoff beklebt sein kann.

Alurahmen Quadro als SideloaderEin weiteres Sideloader Modell ist der Bilderrahmen „Quadro“ der Marke Mira. Dieser wird mithilfe von Leisten geöffnet und verschlossen, die einfach von der Seite angeschoben werden. So hat man stetige Kontrolle über das Bildmotiv und kann den Rahmen einfach bedienen.

Auch der ausgefallene Bilderrahmen für Puzzles ist ein Sideloader. Bei diesem kann man das Legespiel direkt auf der Rückwand puzzeln und am Ende die Bilderrahmenleisten anschieben.

Fazit – welcher ist der Richtige?

Für welches dieser drei Modelle man sich entscheidet, hängt wohl in erster Linie davon ab, wie häufig man das Bild wechseln möchte. Die klassische Art ein Bild einzurahmen wäre der Backloader. Bei diesem Modell wird auch Staub gut vom Motiv ferngehalten. Sinnvoll ist solch ein Rahmen für jede Art von Bild, vor allem, wenn man das Motiv nicht so häufig austauschen möchte, da man den kompletten Rahmen abnehmen muss, um den Inhalt neu zu gestalten. Bei gewissen Verschlusstechniken wie bspw. Drehfedern kann es, je nach Modell, zu Verschleißerscheinungen kommen, wenn man den Inhalt häufig austauscht.

Wenn man häufiger austauschen möchte, was im Rahmen zur Geltung kommen soll, dann sind besonders Frontloader oder auch gewisse Sideloader besonders praktisch. Diese erlauben schnellen Zugang zum Inneren des Rahmens und bieten deshalb die Möglichkeit schnell und einfach auszutauschen, was sich im Rahmen befindet. Dazu kommt, dass keine so große Gefahr besteht, dass das Bildglas zu Bruch geht, wie bei einem Rahmen, den man jedes Mal komplett von der Wand nehmen muss.

Ob man sich nun für einen Back-, Front- oder einen Side-Loader entscheidet: Letztendlich zählt vor allem die Optik des Rahmens. Der Bilderrahmen soll schließlich zum Bild und zu der Einrichtung passen.