Das Passepartout

Das Passepartout: Es ist der stetige Begleiter eines Bildes im Rahmen und wertet es optisch auf. Das Passepartout hat neben dem optischen Wert allerdings auch einen funktionalen, welcher nicht zu verachten ist: Das Passepartout schützt das Bild im Rahmen. Deshalb ist ein Passepartout vor allem bei einem Originalkunstwerk von großer Bedeutung und sollte, auch was den harmonischen Gesamteindruck angeht, keinesfalls unterschätzt werden.

Das Passepartout ist ein Vermittler zwischen Bild und Rahmen und kann außerdem dafür sorgen, dass ein Bild optimal aufgehoben ist. Ein Passepartout schafft außerdem Platz zwischen Bild und Deckglas. Das ist sehr wichtig, da es nach einiger Zeit durch Klimaschwankungen dazu kommen könnte, dass das Bild am Glas kleben bleibt und ein Bilderwechsel ohne das Motiv zu beschädigen dabei unmöglich wäre. Ein Passepartout beugt einem solchen Fall vor und trennt Bild und Glas voneinander.

Für Kunstwerke, welche mit Pastell, Kohle, Bleistift oder Kreide gezeichnet worden sind, ist ein Passepartout unabdingbar. Warum? Weil die Oberfläche des Bildes sehr empfindlich ist und stets bröckeln kann. Außerdem könnte ein Berühren des Deckglases zum Verschmieren des Motivs führen.

Der Aufbau eines Passepartouts

Auch wenn es nach einem einfachen Karton aussieht: Hochwertige Passepartouts setzen sich aus mehreren Schichten zusammen: Deckpapier, Kern und Rückenpapier. Diese Komponenten ergeben zusammen einen Passepartoutkarton. Je nach Qualität können sich die Schichten stark unterscheiden. Das Rückenpapier muss unbedingt säurefrei sein, wenn es auf einem Originalkunstwerk aufliegt. Das Deckpapier kann in verschiedenen Farben gewählt werden und ist bei besseren Passepartouts ach meist säurefrei. Ist der Kern ligninfrei, vergilbt dieser auch nach einer längeren Zeit nicht. Ein säurefreier Karton kann Alterungserscheinungen und Schäden am Bild vermindern oder gar vermeiden. Bei Originalkunstwerken ist die Verwendung von säurefreiem Papier daher sehr zu empfehlen. Säurefreie Passepartouts entsprechen auch hohen Ansprüchen und bieten optimalen Schutz für Kunstwerke.

Was bedeutet säurefrei?

Vor allem bei Originalkunstwerken und anderen wertvollen Motiven ist ein gutes Passepartout die halbe Miete. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Bild wohnt mit dem Passepartout zusammen im Bilderrahmen. Da sich diese unmittelbar berühren, ist es von großer Wichtigkeit, dass das Passepartout von guter Qualität ist, sodass das Bild optimal geschützt ist. Säurefreies Papier darf nicht aus holzartigem oder recyceltem Material bestehen und Passepartouts, die diesem Standard entsprechen, werden nur aus Materialien hergestellt, welche eine Säurebildung vermeiden. Die Investition in ein lichtechtes, alterungsbeständiges Passepartout in Museumsqualität ist in jedem Fall lohnenswert, wenn man lange Freude an einem Bild haben möchte, da die Einflüsse von Klimaschwankungen wie Trockenheit und Feuchtigkeit dadurch minimiert werden und das Bild nicht angegriffen wird.

Farbe des Passepartouts

Bei der Farbe des Passepartouts gilt grundsätzlich: Weniger ist mehr! Inzwischen gibt es Passepartouts in fast allen Farben und eines ist klar: Das Passepartout sollte das Bild im Rahmen hervorheben und dessen Wirkung stets unterstreichen ohne mit dem Bild in Konkurrenz zu treten. Handelt es sich jedoch nicht um ein Firmenplakat oder Werbeposter, welches im Corporate Design mit der passenden RAL oder NCS-Farbe unterstützt werden soll, dann ist Vorsicht geboten! Die Welt der Passepartouts ermöglicht eine Vielzahl an Kombinationen, die die Ausstrahlung des Bildes beeinflussen können. Man hat zum Beispiel die Möglichkeit, eine Farbe aus dem Bild aufzugreifen und dadurch eine bestimmte Wirkung des Kunstwerkes zu  verstärken; das gelingt allerdings nur, wenn man dabei den richtigen Farbton trifft. Wählt man dabei eine kalte Farbe, so wirkt das Motiv im Rahmen insgesamt kühler. Entscheidet man sich für eine warme Farbe, so erlangt das Bild eine insgesamt wärmere Ausstrahlung.

Dabei kann es jedoch schnell geschehen, dass man nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv in die intendierte Wirkung des Kunstwerkes eingreift. Selbstverständlich kann man auch ausgefallene Passepartouts verwenden – und findet man eine passende Verwendung, dann kann solch eine besondere Einfassung den Eindruck verstärken. Zum Beispiel mit einem Samt-Passepartout bei der Einrahmung eines Familienwappens. In den meisten Fällen gilt, dass für dunkle Rahmen eine eher dunkle Passepartoutfarbe geeignet ist, während für hellere Rahmen eine entsprechend hellere Farbe gewählt werden sollte, um das Motiv passend und harmonisch in Szene zu setzen. Handelt es sich um ein ausdrucksstarkes Originalkunstwerk oder einen Druck, dann ist bei einem Passepartout meist ein Weißton oder seltener auch ein Schwarz- oder Grauton die richtige Wahl. Im Zweifel ist ein Passepartout in einem gebrochenen Weiß oder einem Porzellanton immer eine gute Option, auch bei einem dunklen Rahmen. Weniger ist eben manchmal mehr!

Die Größe des Passepartouts und der Ausschnitt

Ein Passepartout kann ein Bild in verschiedenen Größen umschmeicheln. Für die perfekte Größe gibt es keine Faustregel, an welche man sich immer halten kann. Nielsen Fertig-Passepartouts in StandardgrößenBei der Wahl der Größe kommt es immer darauf an um welches Motiv es sich handelt, wie groß dieses ist und an welcher Wand das Bild hängen soll, sowie, welche Wirkung erzielt werden soll. Ist der Ausschnitt für das Bild zu groß, fällt das Motiv hindurch, hier ist Vorsicht geboten.

Passepartouts sind selten im Fokus, legt man ja besonderes Augenmerk auf das eingerahmte Objekt und nicht auf den Vermittler zwischen Bild und Rahmen. Sieht man sich das Passepartout jedoch genauer an, so erkennt man, dass die Seiten häufig nicht alle gleich groß sind. Die untere Seite des Passepartouts sollte in der Regel 0,5 bis 2 cm größer geschnitten sein, als die anderen drei Seiten. Dieser Zuschnitt erzeugt eine optische Täuschung für das Auge, dass der Betrachter nicht den Eindruck gewinnt, das Bild wäre zu nah am unteren Rand des Rahmens platziert.

Passepartouts zuschneiden

Passepartouts können mit Hilfe von speziellen Maschinen auf verschiedene Art und Weise zugeschnitten werden. Ob Maßanfertigungen oder Buchstabenausschnitte, Galeriepassepartouts, Schrägschnitte in einem bestimmten Winkel oder auch eine farbige Innenkante: Alles ist möglich. Vor allem der McCut Passepartout-Zuschnitt ermöglicht da einige ausgefallene und personalisierte Designs und viele Möglichkeiten.

Aber auch ohne komplizierte Maschinen ist es möglich ein Passepartout zu schneiden. Auch bei Ihnen zu Hause können Sie selbst Hand anlegen und Ihr eigenes Passepartout zuschneiden.

Doch so viele Tipps und Tricks es bei der Wahl des richtigen Passepartouts auch gibt: Letztendlich bleibt die Kombination doch eine Frage des Geschmacks und da hilft nur eins: einfach ausprobieren!

Tipp: Das Passepartout funktioniert wie eine Art Schwamm und nimmt Schadstoffe auf um das Bild zu schützen. Passepartouts sollten, je nach Qualität, etwa alle acht bis zehn Jahre erneuert werden. Nach dieser Zeit steigt das Risiko, dass diese wieder abgegeben werden, weshalb ein Austausch ratsam ist.