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Einrichten nach Feng Shui
– für mehr Gleichgewicht und einen besseren Energiefluss

Feng Shui: eine alte chinesische Weisheit

Feng Shui ist eine alte chinesische Praxis, die darauf abzielt, die Energien in der Umgebung zu bündeln und zu harmonisieren. In Europa ist sie vor allem für ihre Vorgaben für die Inneneinrichtung bekannt, aber in China ist diese Kunst so tief verwurzelt, dass sie sogar die Stadtplanung und Infrastruktur beeinflusst.

Möchten Sie wissen, was Sie von der chinesischen Weisheit lernen können, um Ihr Zuhause harmonischer einzurichten? Im Folgenden erklären wir, wie Sie die fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser in Ihrem Haus richtig einsetzen, indem Sie dabei die acht Himmelsrichtungen und das Zentrum – im Feng Shui die Raummitte – berücksichtigen. Auf diesem Wege erreichen Sie einen ungehinderten und optimalen Energiefluss in Ihren eigenen vier Wänden – und damit mehr Wohlbefinden und Glück im Alltag.

Was bedeutet Feng Shui?

Feng Shui bedeutet wörtlich „Wind und Wasser“. Die Elemente gelten als die beiden Kräfte, die in der Lage sind, das Qi, die Grundenergie des Universums, zu transportieren. Gleichzeitig ist Qi auch das Lebensprinzip, die individuelle Essenz und in diesem Sinne vergleichbar mit dem westlichen Konzept des Geistes oder Lebensatem.

Die Lebenskunst Feng Shui hat ihren Ursprung in den prähistorischen Beobachtungen von Natur und Erde. Sie zielten darauf ab, Flüsse und unterirdische Gewässer aufzuspüren, um den idealen Ort für die Gründung neuer Städte zu finden.

Was ist Feng Shui heute?

Durch die Verbindung mit der taoistischen Philosophie und dem Konzept von Yin und Yang nahm Feng Shui die Form an, die wir heute kennen. Aber selbstverständlich haben sich die Methoden und Ansätze dieser chinesischen Harmonielehre im Laufe ihrer mehr als 2000-jährigen Geschichte stark verändert, wodurch auch verschiedene Denkschulen entstanden.

Sowohl durch den Kontakt mit der westlichen Kultur als auch durch die technischen und architektonischen Veränderungen unseres Jahrhunderts hat Feng Shui heute eine neue, modernisierte Form angenommen. Achteten zu früheren Zeiten die Feng Shui-Meister auf Berge und den Lauf von Flüssen, berücksichtigen sie heute zudem Autobahnen und Wolkenkratzer.

Feng Shui und die fünf Elemente

Eines der grundlegenden Prinzipien des Feng Shui, das aus der taoistischen Lehre übernommen wurde, ist die Theorie der fünf Elemente. Demnach ist die Welt in fünf Elemente unterteilt, die die Realität und jeden Aspekt davon durchdringen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Jedes dieser Elemente wird mit einem Interesse, Himmelsrichtung, bestimmten Eigenschaften, Jahreszeit, Klimatyp, Farbe und Form in Verbindung gebracht. Die jeweiligen Assoziationen zu kennen ist sehr hilfreich, wenn Sie Ihre Wohnung so einrichten möchten, dass positive Energien fließen können.

Tabelle „Die Lebensthemen und Assoziationen nach den fünf Elementen“

In der Tabelle sehen Sie, welche Assoziationen mit den Elementen einhergehen:

ElementHolzFeuerErdeMetallWasser
HimmelsrichtungOstenSüdenZentrumWestenNorden
JahreszeitFrühlingSommer

Jahreszeitenwechsel
(immer der letzte Monat einer jeden Jahreszeit)

HerbstWinter
Klimawindigwarmfeuchttrockenkalt
Eigenschaftenoffen, lebendigleidenschaftlich, hellkonkret, stabilgenau, schönformbar, instabil
LebensfeldFamilie, WohlbefindenRuhmGesundheit, BekanntheitKinderKarriere
FarbeGrünRotGelbWeißSchwarz
Formrechteckig, säulenförmigdreieckig, spitzviereckig, flachrund, kugelförmigwellig, kurvig

Das Haus als das kleine Universum – unterteilt in neun Lebensfelder

In der taoistischen Philosophie wird das Besondere und Spezifische dem Allgemeinen und Universellen gegenübergestellt. Die Taoisten glauben, dass das eine im anderen enthalten ist und dass das eine auf das andere verweist. Dementsprechend verweist das Haus als spezifische Einheit auf das Universum. Um das Haus als kleines Universum zu organisieren, können Sie sich nach dem Bagua-System richten.

Das Bagua-System ist eine Art Energie-Lageplan, laut dem das Haus wie das Universum in acht Himmelsrichtungen und das Zentrum unterteilt wird, den neun Lebensfeldern. Bagua-System bedeutet „acht Symbole“ (der neunte Sektor, das Zentrum, hat kein Symbol). Diese Symbole heißen Trigramme. Sie werden jeweils durch drei offene bzw. unterbrochene Linien gebildet und sind den Anhängern des I Ging, des chinesischen Orakels, als Hauptelement dieses Wahrsagesystems bekannt.

Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über die Eigenschaften und Bedeutungen von fünf Lebensfeldern – dem nördlichen, südlichen, westlichen, östlichen und südöstlichen Lebensfeld. Dabei erfahren Sie, welche Methoden Sie anwenden können, um die Energien der einzelnen Bereiche laut Feng Shui zu verbessern.

Ein Feng Shui-Berater erfragt in der Regel die Geburtsdaten aller Bewohner des Hauses, um mit Hilfe der Astrologie und Numerologie die Punkte und Schnittpunkte der Energien im Haus zu ermitteln.

Das nördliche Lebensfeld ist der Karriere gewidmet

Laut der Lehre des Feng Shui sollten Sie zum Norden ausgerichtete Zimmer der Karriere widmen. Sie sind also die idealen Büroräume! Da die nördliche Himmelsrichtung mit Wasser assoziiert wird, empfehlen wir Möbel, die sich auf dieses Element beziehen, zum Beispiel blaue Deko-Elemente, Aquarien oder auch einfach Wasser- und Meeresbilder. Sowohl Holz als auch Metall sind mit Wasser kompatibel. Damit harmonisieren Deko-Elemente wie Bilderrahmen aus Holz und Rahmen aus Aluminium, genauso wie Wohnaccessoires und Bilder in Schwarz, Blau und in Metallic-Farben also Silber, Gold und Kupfer.

Der südliche Wohnbereich steht im Feng Shui für Ruhm und Reichtum

Wollen Sie mehr von Ihren Mitmenschen wahrgenommen werden? Wünschen Sie sich, dass sie Ihre Bemühungen und Erfolge endlich anerkennen? Fügen Sie das Schlüsselelement des südlichen Lebensfelds hinzu: Feuer.

Keine Sorge – Sie müssen keinen offenen Kamin in Ihre Wohnung einbauen. Bilder von Lagerfeuern, Sonnenuntergängen und solche, auf denen die Farbe Rot dominiert, reichen bereits aus! Möbel in Südzimmern sollten aus Holz bestehen, weil sie Feuer erzeugen.

Sie können wählen, ob Sie das Holz naturbelassen oder mit einem nicht deckenden Imprägniermittel streichen, um die natürliche Maserung des Holzes zu erhalten. Sollten Sie sich für farbiges Holz entscheiden, können Sie neben Rot natürlich auch die Farbe wählen, die mit dem Element Holz verbunden ist: Grün.

Kunst, Kreativität und Kreation im westlichen Lebensfeld

Ein Bild malen, Roman schreiben, ein Musikstück komponieren oder... ein Kind zeugen: In der taoistischen Philosophie gehören diese Vorhaben alle zum schöpferischen Bereich des menschlichen Daseins.

Wenn Sie also etwas Neues und Bedeutsames erschaffen wollen, dann sollten Sie dafür all Ihre kreative Energie bündeln – und am besten fließt die Schaffensenergie in Zimmern, die gen Westen ausgerichtet sind. Deshalb steht dieser Bereich im Zeichen der Kreativität, er ist aber auch der Fruchtbarkeit gewidmet. Wie richten Sie Zimmer mit Westausrichtung laut Feng Shui ein? Hier gibt es kleine Elemente, genauer Glöckchen, Münzen und Rosenquarz, die nicht nur Ihre Schaffenskraft stärken, sondern auch sehr hübsch aussehen.

Glöckchen, Münzen und Rosenquarz – laut Feng Shui mehr als Deko

Die Präsenz des Elements Metall in westlich ausgerichteten Zimmern lässt die Energie besser fließen und dient auf diese Weise der Inspiration, Kreation und Fruchtbarkeit.

Glöckchen, Münzen, metallische Farben, Edelsteine und Steine ziehen Ihr Glück magnetisch an. Tatsächlich ist Rosenquarz der Favorit vieler Feng Shui-Meister. In diesem Bereich können Sie Metall auch mit Gegenständen begleiten, die mit dem Element der Erde in Verbindung stehen. Immerhin besagt die Harmonielehre Feng Shui, dass letzteres das erste hervorbringt. Für die Gestaltung eines  energiereichen Zuhauses heißt das: Ergänzen Sie gerne die metallischen Gegenstände und Steine mit erdfarbenen Möbeln und Accessoires!

Rosenquarz steht für Liebe und Freundschaft.

Im östlichen Lebensfeld Familie und Gesundheit stärken

Möchten Sie Ihre Familienbande stärken? Und ist es Ihr Wunsch, die Gesundheit aller Hausbewohner zu stärken? Dann sollten Sie die Energie im Ostteil Ihres Wohnraums mehr fördern. Fügen Sie in allen Räumen, die gen Osten ausgerichtet sind, das Element Holz hinzu, indem Sie Zimmerpflanzen, Holzskulpturen aufstellen und die Farbe Grün dominant einsetzen.

Bringen Sie bei sich zuhause Yin und Yang ins Gleichgewicht, denn das fördert die Gesundheit. Für Zimmer, die gen Osten ausgerichtet sind, bedeutet das, dass Sie die Elemente Feuer und Wasser in ausgewogener Weise hinzufügen sollten.

Gesundheit und eine starke Familie – diese Werte sind in der Feng Shui-Lehre so wichtig, dass die Tradition auch eine Lösung für Häuser gefunden hat, die nicht nach Osten ausgerichtet sind. Die Lösung aller Feng Shui-Meister heißt Spiegel aufhängen, und zwar genügt es, sie an einer östlichen Wand anzubringen.

Südöstliches Lebensfeld: Ihren Wohlstand gedeihen lassen

Der südöstliche Sektor des Hauses herrscht über das Materielle und körperliche Bedürfnisse. Wie im östlichen Wohnbereich sollten auch hier Einrichtungselemente aus Holz Vorrang haben. Die beliebteste Pflanze für südöstlich ausgerichtete Wohnbereiche ist die Pachira oder auch Glückskastanie, die in China und Japan als „Geldpflanze“ bekannt ist. Kräftigen Sie die Energie des Pflänzchens mithilfe der Elemente Feuer und Wasser.

Mehr Wohlbefinden und Glück zuhause – dank Feng Shui

Dank den Vorgaben der chinesischen Harmonielehre können Sie in Ihrem Zuhause den Energiefluss besser lenken. Probieren Sie es einfach aus und fühlen Sie sich wohler, stärker und zufriedener.

Ihr Wohlstand soll gedeihen wie die Pachira, auch Glückskastanie genannt.

 

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