TEST: 6 Bilderrahmen aus Aluminium im Vergleich

Aluminium Bilderrahmen werden im Online-Handel am häufigsten als Wechselrahmen im Format 30 x 40 cm und in der Farbe Silber gekauft! Grund genug uns einmal diesen Typ anzuschauen – im mittleren bis gehobenen Preissegment.

Der Testbericht als PDFBesonders beliebt sind Alurahmen, elegante und zeitlose Rahmen für unterschiedlichste Arten von Bildern und Fotos. Sie sind in der Regel aus massiven und widerstandsfähigen Profilen angefertigt und sind daher ideale Wechselrahmen mit einem geringen Verschleiß und einer hohen Lebensdauer. Aluminiumrahmen wirken hochwertig, edel und modern und sind stabil sowie langlebig. Sie werden gerne von Firmen für ihre Geschäftsräume bestellt, Fotografen und Galerien nutzen gerne Aluminium-Bilderrahmen für Ihre Ausstellungen und private Kunden schätzen diese Art von Rahmen wegen ihres modernen und universellen Stils, um einerseits den Blick auf das Kunstwerk zu lenken, jedoch nicht von dem Bild selber abzulenken.

In unserer Test-Redaktion haben wir 6 Modelle im mittleren bis gehobenen Preissegment von unterschiedlichen Herstellern getestet, die vom Aluminium-Leistenprofil ähnlich in der frontalen Aufsicht erscheinen. Die Modelle liegen in einem Preisbereich von ca. 17 bis über 40 €! Alle sind für das gleiche Bildmaß 30x40 cm vorgesehen und wirken zumindest an der Wand aus größerer Entfernung ähnlich. So unterschiedlich wie die Preise, sind jedoch auch die Bilderrahmen in Funktion, Zweck und Qualität.

Ein Aluminiumrahmen nahm von Anfang an einen Sonderstatus ein: als einziger Bilderrahmen war das Modell von Klüber-Gebira kein Wechselrahmen im herkömmlichen Sinne. Bei diesem Rahmen lässt sich das Bild nur unter Verwendung eines Schraubenziehers einlegen bzw. wechseln. Insgesamt führte dieser Umstand zu einer Sonderrolle im Test, insbesondere in der Wertung. Hierzu später mehr!

Alle anderen Modelle waren „echte Wechselrahmen“, jedoch in unterschiedlicher Technik und damit auch Anwendung.

Wir sprechen bei Wechselrahmen von Backloadern, d.h. der Rahmen muss zum Bilderwechsel auf die Frontseite gelegt werden und wird von der Rückseite bestückt. Dann gibt es sog. Frontloader, die sogar im montierten Zustand an der Wand „beladen“ werden können und auch noch Sideloader, die durch seitliches Lösen der Profile eine Rahmung ermöglichen.

Arten von Wechselrahmen

Der Sideloader:

Sideloader

Die Profile werden bei einem Sideloader über ein Steck-system verbunden. Zum Wechseln wird ein Profilstück gelöst an der kürzeren Seite gelöst. Die Rückwand, das Einlegepapier und das Glas werden aus dem geöffneten Rahmen herausgezogen.

Nach dem Einlegen des Bildes werden die Teile wieder ein-geschoben und der Rahmen mit dem Profilstück wieder verschlossen.

Der Backloader:

Backloader

Die Backloader-Technik ist die meist gebräuchliche Art und Weise ein Bild zu wechseln. Um an die Rückseite zu gelangen, wird der Rahmen „auf den Bauch“ gelegt. Anschließend werden die Drehfedern aus der Profilnut gedreht und die Rückwand wird herausgehoben. Nun kann das Bild mit der Vorderseite nach unten eingelegt werden. Die Rückwand wird wieder eingelegt und über die Drehfedern fixiert.

Der Frontloader:

Frontloader

Der Frontloader ist besonders geeignet zum häufigen Bildwechsel. Wenn das Rahmen-Grundelement an der Wand verschraubt wurde, kann der Wechsel auch dort erfolgen. Einfach die „Rahmenhaube“, die durch Magnetkraft gehalten wird, herunterziehen, Glas anheben und dann das Bild einlegen. Zum Verschließen das Glas auf das Bild legen, das Profil auf das Grundelement auflegen und andrücken.

Jedes Verfahren hat seine Vor- und Nachteile. Der Frontloader, der vom Hersteller Halbe-Rahmen als Magnetrahmen produziert wird, ist unstreitig das komfortabelste Verfahren und zugleich für häufigen Bildwechsel ausgelegt. Der Backloader - das bekanntestes Verfahren - ist zwar einfach zu handhaben, jedoch ist das Bild während des Wechselvorgangs nicht „unter Kontrolle“. Viele kennen das Problem, wenn nach dem Umdrehen des gerahmten Bildes ein störender Fussel auf einer weißen Bildstelle oder dem Passepartout „entgegenblinkt“ oder aber das Bild „schief sitzt“. Beim Sideloader kann das Bild während der Aktion des Einlegens kontrolliert werden, jedoch ist das Lösen der Profile an den Ecken ein klein wenig aufwendiger. Das einzige Modell mit diesem System des Herstellers Effect verfügte dafür über eine leicht verständliche Bedienungsanleitung, die den Wechselvorgang erleichtert. Grundsätzlich kann man behaupten, desto teurer umso mehr, in diesem Fall mehr Aluminium, bekommt man für sein Geld. Das „mehr“ kann sogar durch Gewicht der Bilderrahmen gemessen werden. Wir haben uns die Mühe gemacht, die Rahmen in allen Einzelheiten durchzumessen und gelangten dabei zu erstaunlichen Ergebnissen (siehe auch Datentabelle).

Testkriterien und Preis-/ Leistungsfaktor

Testkriterien

Wir haben den Test nach vier Hauptkriterien durchgeführt:

  • Ausstattung
  • Handhabung
  • Verarbeitung
  • Service

Schwerpunkt des Tests lag in der Handhabung der Rahmen, d.h. wie kann ein Bild mit den Test-Bilderrahmen an die Wand gebracht werden. Dabei wurde der Verschluss des Rahmens näher unter die Lupe genommen, das Einlegen des Bildes wurde praktisch erprobt sowie auch das Aufhängen an der Wand.

Es konnte eine maximale Punktzahl von 150 Punkten erreicht werden. Bei jedem Unterkriterium konnten 10 Punkte erreicht werden.

Preis-/Leistungsfaktor

In unserem Test stellten wir grundsätzlich fest, dass teurere Rahmen hohe Punktzahlen erreichten. Jedoch wie teuer wird die Qualität erkauft? Nach oben scheint kaum eine Grenze zu sein. Was wäre, wenn die Punktzahl, die ja Qualität und Leistung bedeutet, durch den Verkaufspreis dividiert wird? Der dadurch erzeugte Faktor kennzeichnet das Verhältnis zwischen dem Preis und der erkauften Qualität. Desto höher dieser Faktor um so mehr Wert erhält der Kunde für sein Geld!

Dieser durchaus interessante Indikator zeigt, dass die Luft nach oben dünner wird. Ab einer gewissen Grenze steigt der Aufwand für mehr Qualität durch den Hersteller überproportional an. Die Preis-/ Leistungskennziffer wird kleiner.

 

Alurahmen Classic

Alurahmen Classic vom Hersteller Nielsen-Design

Bei diesem Rahmen ist der Name Programm. Der Classic wurde bereits seit 1981 mehrere Millionen Mal verkauft und gilt als Synonym für die Marke Nielsen, dem nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Alurahmen. Mit 16 Farben und 30 Standardformaten ist dieser Rahmen universell einsetzbar. Die Schließfedern des Backloaders  eignen sich zum häufigen Wechseln. Augenfällig sind die geriffelten Schwerlastaufhänger für Hoch- und Querformat, die ihren Namen gerecht werden.

Der Alu-Rahmen ist qualitativ - trotz Massenprodukt - hochwertig. Der gute Nielsen-Service und die schnelle Lieferzeit überzeugen. Seit kurzem gibt es auch den Wechselrahmen in der SRC-Variante. Damit ist das besonders hochwertige Antireflexglas „Super Reflex Control“ gemeint. Im Praxistest gab es nur positive Kritik.

Fazit: Der Alurahmen Classic von Nielsen-Design ist ein millionenfach bewährter Wechselrahmen in guter Qualität zum günstigen Preis. Wir haben diesen Rahmen zum Preis-/ Leistungssieger aufgrund des sehr guten Faktors (siehe Info-Box) gekürt. Mehr Qualität zum günstigen Preis gab es neben dem effect-Bilderrahmen nicht mehr.

 

Alurahmen Tera

Alurahmen Tera vom Hersteller Klüber-Gebira

Er ist kein Wechselrahmen und muss daher „außer Konkurrenz“ betrachtet werden. Zum Bildwechsel müssen die Eckverbindungen mit einem Werkzeug gelöst werden

Der Rahmen ist von seinem Erscheinungsbild sehr auffällig und eindrucksvoll. Die Tiefe des Profils ist sensationelle 30mm tief. Es verleiht dem gerahmten Bild eine unglaubliche Raumwirkung.  Wir vergaben daher für den Bereich „Design“ die Höchstpunktzahl. Ansonsten ist der Rahmen für einen häufigen Bildwechsel nicht geeignet und konnte mit den echten Wechselrahmen nicht mithalten.

Fazit: Wer einen Alu-Bilderrahmen mit einer extremen Tiefenwirkung sucht, ist damit bestens beraten. Zum häufigen Bildwechsel ist dieser Rahmen ungeeignet. Einmal an der Wand, sollte er auch dort verbleiben.

 

Magnetrahmen Alu 12

Alurahmen Alu 12 vom Hersteller Halbe-Rahmen

Den Alu-Rahmen von Halbe muss man schlichtweg als Ausnahme-Bilderrahmen bezeichnen. Halbe-Rahmen setzt grundsätzlich bei seinen Bilderrahmen auf das sog. Magnetrahmen-Prinzip. Wie in der Info-Box bereits beschrieben, ist dieser Rahmen besonders für häufigen Bildwechsel geeignet. Der Profilrahmen, der wie eine Haube funktioniert,  wird durch Magnete im Profil sicher am Grundelement gehalten. Das Profil wird über die Magnete herangezogen.

Qualitativ setzt dieser Hersteller Maßstäbe in der Branche. Angefangen schon über die Verkaufs- und Versandverpackung, weiter über die edle und feine Profil-Oberfläche, die Gehrungsverarbeitung bis über die passgenaue Qualität des Grundelements. Auch die vielfältigen Glasarten reichen vom einfachen Float-glas bis zum teuren Museumsglas. Halbe agiert in einer Ober-Liga, die ihres gleichen sucht aber auch teuer bezahlt werden muss. Regelmäßige Preiserhöhungen des Herstellers als auch lange Lieferzeiten scheinen den professionellen Käufer nicht abzuschrecken.

Fazit: In unserem Test erzielte der Halbe-Rahmen mit deutlichem Abstand den Testsieg. Aufgrund des hohen Preises und auch der längeren Lieferzeit eignet sich der Rahmen weniger für Spontankäufe von „Otto Normalverbraucher“. Mit diesem Angebot werden Profis als auch Firmen angesprochen, denen das Beste gut genug ist oder aber für die die Magnetrahmen-Technik ein Muss für häufiges Wechseln ist.

 

Alurahmen Profil K

Alurahmen Profil K vom Hersteller Roggenkamp

Als Überraschung darf man die technischen Daten des Bilderrahmens von Roggenkamp werten. In vielen Disziplinen erzielte der Rahmen Höchstwerte. Ungewöhnlich war auch die Stärke des Glases. Wir haben satte 3,15 mm des Floatglases gemessen. Ein Indiz für sehr gute Qualität. Selbst der Papiereinleger verdient mit 390 g/ qm nicht mehr diesen Begriff, sondern eher schon die

Bezeichnung „Pappe“. Die Ladetiefe von 7mm ermöglicht auch dickere Bilder in Verbindung mit hochwertigen Passepartouts. Der Gehrungsschnitt überzeugte. Herausragend auch die Drehfedern. Hier ist alles abgerundet und die Einrahmung geht leicht und ohne Verletzungsrisiko von der Hand.

Fazit: Uns haben die Bilderrahmen von Roggenkamp besonders gut gefallen. Hier wird eine nahezu perfekte Qualität zum erschwinglichen Preis angeboten. Aufgrund der vielen herausragenden Werte sind uns die Rahmen von Roggenkamp eine „Kaufempfehlung der Redaktion“ wert.

 

Alurahmen Quadro

Alurahmen Quadro vom Hersteller effect (Marke: mira)

Der Hersteller effect, dessen Bilderrahmen im Online-Shop www.AllesRahmen.de unter der Handelsmarke MIRA vertrieben werden, hat als einziger Anbieter im Test einen sog. Sideloader im Programm.

Den Alurahmen Quadro kann man als „Universal-Rahmen mit besonderen Möglichkeiten“ bezeichnen. Dieser Rahmen ermöglicht es aufgrund des Eckverbindungssystems auch große Bilder, aufgezogen auf Aludibond, Hartschaum o.ä. ohne Rückwand und Glas, in Szene zu setzen. Das besonders stabile Profil ist dabei außergewöhnlich günstig.

Auffällig bei dem Quadro ist die verhältnismäßig schmale  Profilbreite. Diese lenkt bei der Aufsicht auf den Rahmen wenig vom Motiv ab und erzeugt eine dezente Rahmung.  Dieser Rahmen ist trotz guter Marken-Qualität „Made in Germany“ der preiswerteste im Test.

Fazit: Der Quadro ist aufgrund seiner guten Qualität und gleichzeitig günstigen Preises ein Verkaufsrenner. Wir vergeben aufgrund des gleich hohen Preis-/ Leistungsfaktors mit dem Nielsen Classic die Redaktions-Empfehlung „Preis-/ Leistungssieger“

 

Alurahmen Vega

Alurahmen Vega vom Hersteller Deha-Design

Der Vega Alurahmen wird vom Alu-Rahmen-Spezialisten Deha unter der Leisten-Nr. „2“ vertrieben. Das Profil zeichnet sich durch ihr kantiges und schlichtes Design aus. Die Gehrungsecken waren bei unserem Testrahmen perfekt verarbeitet. Deha bietet seine Alurahmen mit insgesamt 7 Glasarten an und wendet sich dabei an anspruchsvolle Kunden. Grundsätzlich erhielt der Hersteller gute Noten und ist vergleichbar mit dem Hersteller Roggenkamp. Mitunter sind es nur kleine Wertungs-Nuancen, die den Rahmen unterscheiden. Auch Deha hat ein eigenes Verschluss-System, welches aber nicht so leichtgängig war wie bei Roggenkamp.

Fazit: Der Alurahmen von Deha entspricht in seiner Wertigkeit dem von der Fa. Roggenkamp. Eine saubere Verarbeitung mit ausgewählten Materialien zu einem vernünftigen Preis. Auch der Vega ist eine klare „Empfehlung der Redaktion“.