Die verschiedenen Bildformate

Neben einer großen Anzahl an Standardformaten, lässt sich auch ein Rahmen oder Passepartout in dem gewünschten Bildverhältnis wählen. Hierbei stehen die Bildverhältnisse 3:2, 4:3 und 16:9 zur Auswahl. Nicht immer ist es allerdings eindeutig, welche Kamera in welchem Bildverhältnis Bilder aufnimmt und welche Rahmen- und Passepartoutformate am besten geeignet sind.

Das Bildverhältnis setzt sich zusammen aus dem Verhältnis der Bildhöhe zu der Bildbreite. Im Laufe der Zeit entwickelten sich viele verschiedene Bildformate, wobei die Formate 3:2 und 4:3 sich mittlerweile durchgesetzt haben und sowohl von modernen Fotokameras als auch aktuellen Smartphones genutzt werden. Das Format 16:9 tritt überwiegend bei Aufnahmen mit einer Videokamera auf oder eignet sich besonders gut für beispielsweise Landschaftsfotografien.

Schon die ersten analogen Kleinbildkameras konnten Bilder mit einem Seitenverhältnis von 3:2 aufnehmen. Diese besaßen ein Bildformat von 24x36mm und gelten somit als Vorgänger der analogen Kompaktkamera. Allerdings ist dieses Seitenverhältnis keinesfalls veraltet. Eine digitale Spiegelreflexkamera mit einem APS-C (Advanced Photo System Classic) CMOS Sensor und zum Beispiel einer Auflösung von 18 Millionen Pixeln, fotografiert in einem Bildverhältnis von 3:2. Für dieses Bildverhältnis sind Standardformate wie 30x40cm und 40x50cm optimal geeignet. Neben den Standardformaten eignet sich das Format 40x60cm ebenfalls in dem gewünschten Bildverhältnis.

Andere DSLR Kameras unterscheiden sich in ihrem Sensorformat zwischen DX und FX (Vollformat). DX verfügt aktuell über eine Pixelauflösung bis zu 24 Millionen, wohingegen das Vollformat mit einer Pixelauflösung bis zu 32 Millionen arbeitet. Beide Formate fotografieren in einem Bildverhältnis von 3:2. Hierbei eignen sich die Standardformate 40x60cm und 50x60cm wunderbar neben dem Format 40x50cm in dem gewünschten Bildverhältnis.

Sowohl die Kompaktkameras für Fotografien als auch die Mittelformatkameras gebrauchen das Bildformat 4:3. Dieses Format hat sich ebenfalls bei den neuesten Smartphones durchgesetzt. Bei Handykameras mit 1,2 Megapixel eignet sich das Standardformat 10x15cm. Smartphones mit einer Kamera von 8 Megapixeln können Bilder in den Standardformaten von 20x30cm bis 30x45cm mit einer guten Qualität fotografieren.

Das Bildformat 16:9 entspricht mit seinem Breitbildformat dem menschlichen Sichtfeld und wird daher überwiegend für Film- und Fernsehproduktionen genutzt. Den späteren Durchbruch in die privaten Haushalte kamen durch den Wechsel von4:3 zu dem Standardseitenverhältnis HDTV (16:9) bei Monitoren und Fernsehern.

In der Fotografie eignet sich dieses Format optimal für Panorama- und Landschaftsaufnahmen, wie beispielsweise in den Regio-Rahmen. Die gängigsten Panoramaformate sind 10x30cm, 20x40cm, 25x80cm und 50x100cm.

Zur Orientierung gilt:

Bilgröße in Pixel

Pixelanzahl (Millionen)

Optimales Format (cm)

Seitenverhältnis

640x480

0,35

-

4:3

1024x768

0,85

9x13

4:3

1280x960

1,31

9x13 - 10x15

4:3

1296x976

1,26

9x13 - 10x15

4:3

1536x1024

1,68

9x13 - 10x15

3:2

1600x1200

2,10

10x15 - 13x18

4:3

1800x1200

2,30

10x15 - 13x18

3:2

2048x1536

3,34

13x18 - 20x30

4:3

2240x1680

4,76

13x18 - 20x30

4:3

2272x1704

4,10

13x18 - 20x30

4:3

2304x1728

4,10

13x18 - 20x30

4:3

2544x1696

5,00

13x18 - 20x30

3:2

2560x1920

5,10

13x18 - 20x30

4:3

2608x1952

5,10

13x18 - 20x30

4:3

2832x2128

6,00

13x18 - 20x30

4:3

2889x2160

6,24

13x18 - 20x30

4:3

3060x2036

6,23

13x18 - 20x30

3:2

3264x2448

7,99

20x20 - 30x45

4:3

4242x2828

12

30x45 - 40x50

3:2

2898x3265

16

30x30 - 40x40

3:2

5196x3464

18

25x50 - 25x70

3:2

5477x3651

20

40x60 - 50x60

3:2

5744x3829

22

40x60 - 50x60

3:2

6000x4000

24

40x60 - 50x70

3:2

6244x4163

26

40x60 - 50x70

3:2

6928x4618

32

50x70 - 60x80

3:2

7141x4760

34

60x90 - 70x100

3:2

Soll ein Bild mit einem kleineren Seitenverhältnis in ein Passepartout oder Rahmen mit einem größeren Seitenverhältnis, entsteht automatisch ein Abstand, jeweils an der Ober- und Unterkante, zwischen dem Bildmotiv und der Umrandung. Dies geschieht bei den Formaten 16:9 zu 3:2 und 3:2 zu 4:3. Vergrößert man das Bild mit dem kleineren Seitenverhältnis, um es an das neue Format anzupassen, fallen automatisch Teile des Motivs an den Rändern weg. Umgekehrt passiert genau das gleiche, wenn ein größeres Format in ein kleineres gelegt werden soll. Die Seiten, welche überstehen fallen ebenfalls weg. Dies passiert, wenn 4:3 zu 3:2 und 3:2 zu 16:9 werden soll. Wird das Bild auf die passende Höhe verkleinert, entsteht durch die Skalierung ein Abstand an der linken und rechten Seite des Bildes zu der Umrandung.

Warum gibt es neben einer großen Anzahl von Standardformaten noch DIN Formate? DIN Formate sind genormte Papierformate, welche international genutzt werden. Sowohl Drucker für den häuslichen Gebrauch als auch Drucker von Druckereien orientieren sich an den DIN Formaten. Der Vorteil hierbei liegt daran, dass diese Formate verlustfrei von größeren zu kleineren DIN Formaten geteilt werden können. Wenn man beispielsweise DIN A4 akkurat in der Mitte faltet entsteht das Format DIN A5 mit exakt dem gleichen Seitenverhältnis von Breite und Höhe. Somit entsteht kein Verschnitt, wie beispielsweise bei Sonderformaten.

 

Format (DIN)

Format in cm

Anwendungsbeispiel

A0/ A1

84,1x118,9/ 59,4x84,1

Plakat, Landkarte

A3

29,7x42

Zeitung, Notenblätter, Plakat

A4

21x29,7

Zeitschrift, Briefpapier

A6

10,5x14,8

Grußkarte, Postkarte

 

DIN Formate sind sowohl bei Passepartouts als auch Rahmen erhältlich, sowie problemlos kombinierbar. Nimmt man beispielsweise ein Bild in dem Standardformat 15x20cm, ist es mit einem Passepartout optimal geeignet für einen Rahmen von 21x29,7 cm (DIN A4). Je nach Anordnung, Format, Randbreite und Größe des Passepartouts lassen sich unterschiedliche Effekte erzielen.

Bei Standardformaten des Bildes und des Rahmens bieten sich Fertig Passepartouts an. Diese besitzen sowohl an dem Innen- als auch dem Außenausschnitt ein Standardformat und passen sich somit jedem DIN und Standardformat an.