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So bespannen Sie richtig Keilrahmen mit Ihrer Leinwand

Leinwand auf Keilrahmen spannen – so einfach geht’s

Viele Kunden wenden sich an uns mit der Frage: „Wie kann ich mein Bild auf den Keilrahmen spannen?“. Jedes Bild und jede Leinwand ist anders – bei einem Ölgemälde sollten Sie beim Aufspannen auf andere Dinge achten als bei einem bedruckten Stoff oder einem Diamond Painting. In unserem Beitrag haben wir nützliche Tipps auf Lager, wie Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Bildes am besten eingehen. Außerdem sagen wir Ihnen, welche Werkzeuge Sie zum Aufspannen benötigen. Dank unserer 5-Schritte-Anleitung und den Tipps aus dem Expertenteam haben Sie Ihre Leinwand innerhalb von 15 Minuten aufgespannt. Lesen Sie weiter und holen Sie sich nützliche Ratschläge.

Erklärvideo „Den Keilrahmen mit einer Leinwand bespannen“

Möchten Sie vorab sich eine Videoanleitung ansehen, wie Sie den Keilrahmen mit einer Leinwand bespannen? Dann schauen Sie sich jetzt das Erklärvideo an:

Warum soll ich die Leinwand auf einen Keilrahmen spannen?

Herkömmliche Bilderrahmen sind ungeeignet, um damit einen Stoff oder eine Leinwand einzurahmen und an der Wand aufzuhängen. Das liegt daran, dass der Stoff nicht wie ein Bild auf Papier im Rahmen halten würde. Das Material ist zu weich und würde selbst hinter einer festen Einrahmung hinter Glas verrutschen und zusammenfallen.

Deshalb sollten Sie Ihr Gemälde vor der Einrahmung auf einen Keilrahmen spannen – nur so sitzt der Leinwandstoff straff. Das gilt genauso für Gemälde wie auch Tücher, Stoffe, bedruckte Leinwände und Diamond Paintings. Sicherlich kann die Leinwand auch in einem professionellen Keilrahmen an Straffheit verlieren, aber dank kleiner Holzkeile können Sie sie jederzeit nachspannen.

Außerdem ist ein professioneller Keilrahmen so konzipiert, dass Sie ihn nach ein paar Jahren austauschen können ohne die Leinwand dabei zu beschädigen. Die Schenkel eines Keilrahmens werden mit einem Nut-Feder-System ineinandergesteckt und weder geleimt noch geklammert.

Haben Sie sich schon das Profil einer Keilrahmenleiste genauer angesehen? Dann ist Ihnen womöglich aufgefallen, dass die Außenseiten der Keilrahmenleisten eine Wulst haben, wodurch die Leinwand nicht direkt auf dem Profil liegt, sondern leicht angehoben ist. Damit verhindert sie, dass eine Bruchkante in der Leinwand entsteht. Einen weiteren Vorteil hat die Wulst für diejenigen, die anschließend nach dem Aufspannen die Leinwand bemalen möchten: Die Kante der Leisteninnenseite wird sich beim Bemalen nicht abzeichnen.

Gut zu wissen: Statt einer Wulst haben manche Keilrahmenleisten auch ein nach innen abgeschrägtes Profil.

Die Leinwand auf einen Keilrahmen zu spannen ist folglich nicht nur notwendig, wenn Sie Ihr Gemälde an der Wand aufhängen möchten. Eine professionelle Rahmenstruktur ist auch eine nachhaltige Lösung, denn Sie können sie jederzeit auswechseln und die Leinwand gerollt transportieren und erneut aufspannen.

Keilrahmen sind ideal, um damit eine Leinwand aufzuspannen.

Die Beschaffenheit des Leinwandstoffs

Sobald Sie sich entschieden haben, dass Sie Ihr Bild auf einen Keilrahmen spannen möchten, können Sie prüfen, aus welchem Material die Leinwand (der Malträger) besteht. Die üblichen Malträger sind:

  • Hanffaser (wird vor allem für Ölmalereien verwendet)
  • Baumwollfasern, z.B. Leinen (für Öl- und Acrylmalereien)
  • Kunstfasern wie Polyester oder Nylon

Naturfasern wie Hanf und Baumwollfasern haben eine sehr schöne Optik und Haptik. Ähnlich wie Holz reagieren sie stärker auf Temperaturveränderungen, nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie auch wieder ab. Diese Malträger müssen deshalb häufiger nachgespannt werden.

Kunstfasern sind optisch weniger schön und sie fühlen sich steif an. Dafür sind Polyester- und Nylonleinwände beständiger gegen Insekten- oder Pilzbefall und sie sind reißfester. Das Aufspannen geht damit erfahrungsgemäß einfacher, weil Sie daran ziehen können, ohne dass die Leinwand einreißt.

Nachdem Sie sich mit der Beschaffenheit Ihres Malträgers auseinandergesetzt haben, können Sie mit dem Aufspannen beginnen.

Die Leinwand straffen – Vorbereitung und Werkzeuge

Die Leinwand spannen Sie am besten auf einem großen und sauberen Tisch auf, den Sie nach Belieben auch mit einem weichen und sauberen Tuch abdecken können. Für das Spannen der Leinwand benötigen Sie außerdem:

  • einen für Holz geeigneten Handtacker
  • eine Spannzange
  • einen kleinen Hammer
  • natürlich die Leinwand und den passenden Keilrahmen

Bevor Sie mit dem Aufspannen der Leinwand beginnen, glätten Sie den ganzen Keilrahmen mit Schmirgelpapier und runden Sie damit sorgfältig die Kanten der Gehrungsecken ab.

Hinweis AllesRahmen.de: Zum Festtackern sollten Sie keine feindrahtigen Klammern verwenden, die bei Papier verwendet werden. Stattdessen benötigen Sie breitere Tackerklammern, die Sie im Fachhandel kaufen können.

Haben Sie alles beisammen und den Keilrahmen vorbereitet? Dann sind Sie bereit für den ersten Schritt unserer Anleitung „Leinwand auf Keilrahmen spannen“.

Schritt 1: Leinwand und Keilrahmen zurechtlegen

Um Ihre Leinwand auf den Keilrahmen zu bespannen, rollen Sie diese zunächst auf einer sauberen und ebenen Fläche mit dem Bild bzw. der Seite, die Sie bemalen möchten, nach unten aus. Falls Sie ein älteres Ölgemälde oder ein Diamond-Painting-Bild haben, können Sie es besser schützen, indem Sie ein weiches Tuch darunter legen. Danach positionieren Sie den Keilrahmen mit der Wulst bzw. dem abgeschrägten Profil nach unten mittig auf die Leinwand.

Die Leinwand sollte circa 4 bis 6 cm gleichmäßig auf allen vier Seiten überstehen, damit Sie sie bequem umschlagen und auf den Keilrahmen aufspannen können. Wieviel Stoffüberhang Sie benötigen, hängt von der Höhe des Keilrahmenprofils ab – ein Standard-Keilrahmen hat eine Profilhöhe von 1,8 cm wofür 4 cm auf jeder Seite an überhängendem Stoff reichen. Bei einem Galerie-Keilrahmen, der eine Profilhöhe von 4,2 cm hat, sind jeweils 6 cm auf jeder Seite besser.

Die Leinwand sollte immer größer sein als das Außenmaß des Keilrahmens.

Schritt 2: Die Leinwand festtackern

Beginnen Sie in der Mitte eines Keilrahmenschenkels und schießen Sie mit dem Handtacker eine Tackernadel ein. Drehen Sie den Keilrahmen auf die gegenüberliegende Seite und ziehen Sie die Leinwand, bis sie straff ist. Sollten Sie nicht genug Kraft haben, behelfen Sie sich mit der Spannzange, indem Sie den Stoff vorsichtig nach außen ziehen, bevor Sie ihn umschlagen. Dann schießen Sie ebenfalls mittig eine Tackernadel in den Schenkel. Die Leinwand ist jetzt fixiert und kann nicht mehr verrutschen. Anschließend tackern Sie die verbliebenen zwei Schenkel ebenfalls mittig mit jeweils einer Tackernadel fest.

Übrigens können Sie an diesem Punkt gut prüfen, ob die Leinwand ausreichend Spannung hat. Nachdem Sie die ersten vier Tackernadeln eingeführt haben, entsteht auf der Leinwand eine diamantförmige Welle. Der Stoff ist straff genug und Sie können fortfahren.

Führen Sie dasselbe Prinzip weiter, das heißt, schießen Sie immer eine Tackernadel ein, um dann an der gegenüberliegenden Seite weiterzumachen. Arbeiten Sie sich so Stück für Stück von innen nach außen, bis Sie die Gehrungsecken erreicht haben. Übrigens sind 4 cm zwischen den einzelnen Tackernadeln ein guter Abstand bei mittelgroßen Keilrahmen, sie sollten nicht zu eng, aber auch nicht zu weit voneinander entfernt sein.

Tipp AllesRahmen.de: Schießen Sie die Tackernadeln schräg zu den Gewebefasern in die Leinwand. Dadurch reißt das Gewebe nicht, wenn Sie es später nachspannen.

Nun sind noch die vier Leinwandecken übrig, die Sie umknicken und ebenfalls festtackern sollten. Wie es geht, erklären wir in Schritt 3.

Mit einem Handtacker können Sie die Tackernadeln in den Rahmen einführen.

Schritt 3: Die Leinwand an den Ecken umknicken

Die Leinwand an den Ecken umknicken – Schritt 3 ist für viele der kniffligste, weil dafür etwas Erfahrung benötigt wird. Sie sollten hier sehr sorgfältig vorgehen, denn schlecht gefaltete Leinwände sehen nicht nur unschön aus, sie könnten zudem nicht richtig in den Rahmen passen. Falten Sie zuerst die Ecken, um sie dann umzulegen (siehe Bild).

Zuerst die Ecken falten, dann umlegen.

Die Leinwand umlegen

Beim Umlegen kann Ihnen die Spannzange gute Dienste erweisen. Liegt die gefaltete Stoffkante parallel am Abschluss der Leinwandleiste an? Perfekt, jetzt nur noch mit zwei bis drei Nadeln fixieren (neben den Gehrungsschlitz tackern).

Jetzt fehlen noch die Schritte 4 und 5 in unserer Anleitung „Leinwand auf Keilrahmen spannen“, das Schwierigste haben Sie aber jetzt schon geschafft.

Die Leinwand an den Ecken umlegen und dann festtackern.

Schritt 4: Die Keile in den Keilrahmen einführen

In diesem Schritt führen Sie die für den Rahmen namensgebenden Keile ein. Der Zweck des Auskeilens ist der, die Keilrahmenleisten auseinanderzudrücken und dadurch der Leinwand mehr Spannung zu verleihen.

Professionelle Keilrahmenleisten haben bereits einen kleinen Schlitz in den Gehrungsecken, in die die Keile eingeführt werden können, mit dem kleinen Hammer schlagen Sie sie vorsichtig fest.

Achten Sie währenddessen darauf, dass die bespannte Leinwand rechtwinklig bleibt, damit sie später auch in einen Bilderrahmen passt. Außerdem sollten die Keile nicht zu tief einschlagen, weil der Spannungsausgleich nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Tipp: Haben Sie die Leinwand aufgespannt, aber sie sitzt nicht so richtig straff auf dem Keilrahmen? Dann befeuchten Sie sie nach dem Aufspannen gleichmäßig von hinten mit einem Naturschwamm und warten Sie, bis die Leinwand wieder trocken ist. Erst nach dem Trocknen führen Sie die Keile in die Rahmenleisten ein.

Mit den Keilen spannen Sie die Leinwand nach, so dass sie perfekt straff sitzt.

Schritt 5: Ein letzter prüfender Blick auf die Leinwand

Eine gute Anleitung ist erst mit einem prüfenden Blick auf Richtigkeit fertig. An welchen zwei Qualitätsmerkmalen erkennen Sie eine gut aufgespannte Leinwand?

Um zu wissen, ob die Leinwand straff genug ist, machen Sie am besten „Trommeltest“ (so nennt ihn unser AllesRahmen-Expertenteam): Eine straffe Leinwand gibt einen dumpfen Ton von sich, wenn Sie darauf klopfen. Alle Musikbegeisterten sollten sich dabei aber etwas zügeln. Klopfen Sie nicht zu stark und zu fest darauf, Sie wollen die Leinwand ja noch bemalen und nicht als Musikinstrument zweckentfremden.

Außerdem sieht eine gut gespannte Leinwand auch von hinten gut aus: Von den Keilrahmenschenkeln sollte bestenfalls noch etwas Holz zu sehen sein, etwa 1 bis 1,5 cm rundherum.

Die Leinwand ist auf den Keilrahmen gespannt. Wie geht es weiter?

Geschafft! Wir hoffen, dass Ihnen die 5-Schritte-Anleitung dabei hilft, die Leinwand schnell und problemfrei auf den Keilrahmen aufzuspannen. In nur 15 Minuten sollten Sie, wenn Sie sich an die einzelnen Arbeitsschritte halten und die richtige Ausstattung haben, dann auch eine ebenmäßig straffe Leinwand auf einem rechtwinkligen Keilrahmen in den Händen halten.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein schöner Bilderrahmen, um Ihr Werk ansehnlich an der Wand zu präsentieren. In unserem Magazinbeitrag „Wie kann ich eine Leinwand mit einem Bilderrahmen einrahmen?“ genauso wie im Beitrag „So befestigen Sie Ihre Leinwand in einem Schattenfugenrahmen“ können Sie sich praktische Tipps holen und sich inspirieren lassen.

Unser AllesRahmen.de-Team wünscht Ihnen viel Spaß mit Ihrem Bild auf Leinwand!

Die fertige Leinwand sitzt straff auf dem Keilrahmen.
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