Bilderrahmen im antiken und barocken Stil

Kaum eine andere Bildeinfassung strahlt einen solchen Luxus aus wie ein Barock-Bilderrahmen. Diese äußerst wertvollen Rahmen haben eine lange Geschichte. Der Name dieses Einrahmungsobjekts enthält bereits einen Hinweis auf seine Entstehung: im Barock. Bilderrahmen sind häufig der unmittelbare Ausdruck der Zeit aus welcher sie stammen. Die unverwechselbaren gestalterischen Mittel und die einzigartige Ästhetik von barocken Rahmen ist da einer der prägnantesten Beispiele. Heutzutage ist es oft etwas schwierig festzustellen, an welche Epoche bestimmte Modelle erinnern, da Einfassungsstile aus einigen Zeitaltern beliebt sind. Bei antiken Barockrahmen wird jedoch kaum einer lange brauchen um die prägnante Optik als an den Barock angelehnte Gestaltung zu enttarnen. Was macht den Barockrahmen jedoch so beliebt, wieso hat die Epoche so einen Namen und wie kamen die Schnörkel plötzlich auf den Bilderrahmen? Diese Fragen werden im Folgenden beantwortet.

Die Epoche des Barock – nach der Renaissance

Die kunstgeschichtliche Phase nach der Renaissance, die etwa im Jahr 1575 begann und bis ca. 1770 dauerte, wird als Barock bezeichnet und hatte ihren Ursprung in Italien. Die gleichnamigen Rahmen stammen aus derselben Zeit und sind für viele bis heute der Inbegriff von Bilderrahmen. Tatsächlich wurde die Kraft der bildlichen Kunst im Barock ursprünglich von den Katholiken als Gegenreformation genutzt, wodurch sich die katholische Kirche mit ihren prunkvollen Formen von den nüchternen Darstellungen der Protestanten abgrenzte.

Der Beginn des Barocks kam mit drei künstlerischen Repräsentanten für diese Epoche schlechthin: Caravaggio, A. Carracci und Gian Lorenzo Bernini. Diese Maler zeigten eine neuartige künstlerische Darstellung, die weitgehend realistisch war und bis dahin nicht in dieser Form vorhanden war. Der dynamische Charakter ihrer Werke und des Barock im Allgemeinen ist auch in der Architektur und der Bildhauerei zu finden und nicht zuletzt auch bei den Barockrahmen zu erkennen.

Während die Kunst der Renaissance noch klar strukturiert war und einfache Formen und überschaubare Strukturen zeigte, brach die Kunst des Barock diese vorhandenen Gestaltungen und baute immer mehr auf üppige und ausschweifende Formen um sich als eigenständige und neue Gattung abzugrenzen. Bis zu einem gewissen Maße wurden die aus vorherigen Epochen bekannten Gestaltungsformen aufgegriffen und bis an die Spitze getrieben um einen neue gestalterischen Höhepunkt zu ergeben. Genau das lässt sich auch an den Barockrahmen erkennen. Da vor allem die Kunst eine große Rolle spielte, war der Bilderrahmen von großer Bedeutung. Im Barock verschmolzen Architektur, Plastik und Malerei vereinten sich und ergaben ein Gesamtkunstwerk. Gerade deshalb war der Rahmen so wichtig und sollte dabei ein möglichst majestätisch wirkendes Zuhause für ein Kunstwerk sein. Prunkvolle und opulente Gestaltung war von großer Bedeutung und auch goldene Verzierungen waren häufig auf solchen Bilderrahmen zu finden.

Die Kunst des Barock

Barockrahmen von NielsenIn der Epoche des Barocks war die prachtvolle Optik in jedem Bereich vorhanden. Häufige Motive der Kunst waren opulente Körper, reich gedeckte Tische und runde, sinnliche Formen, die mit fein gesetzten Pinselstrichen und dicker und tiefer Farbe zum Ausdruck kamen. Der passende Bilderrahmen zu diesen Gemälden entsprach genau diesem Vorbild und war selbst ein kunstvolles Objekt. Runde Muster und ein reichhaltiges Relief waren der Standard. Über die Rahmenecken erstreckten und rankten sich häufig Ornamente, die an Pflanzen erinnerten und golden glänzten. Des Weiteren wurden Rahmen nicht einfach nur aus vier Leisten zusammengesetzt. Die Verzierungen wurden besonders in der hochwertigen Rahmenkunst über Eck gearbeitet. Dadurch wurden die Ecken nicht scharfkantig und abrupt betont sondern durch ausgefallene und ornamentreiche Muster verdeckt und kaschiert. Dadurch entstanden Augenweiden par excellence.

Der Barock war eine Epoche, in welcher die Herrschenden darauf bedacht waren, große Schlösser zu bauen, opulente Feste zu feiern und üppige Formen zu genießen. Da waren auch reich verzierte Bilderrahmen nicht selten. In Museen sind heute immer noch Bilder zu sehen, die in derartige Rahmen eingefasst sind, meist in sehr großen Formaten. Für die Verzierung der Rahmenleisten wurde nicht selten Gold verwendet, das die handgeschnitzten Ornamente und Figuren noch mehr zur Geltung brachte.

Barockrahmen im Wohnzimmer von heute

Viele ästhetische Lieblinge aus der Geschichte sind heute nicht mehr so beliebt wie damals oder erfüllen heute nicht mehr den gleichen Zweck, wie für Barockrahmen, Macht zu repräsentieren. Der Barockrahmen jedoch hat sich bis heute als beliebtes Objekt erhalten und ist auch im modernen Wohnzimmer zu finden, da er nicht nur optisch hervorragend ist, sondern auch das eingefasste Bild schützt. Zwar ist die Optik eines Barockrahmens ohne Frage antik, jedoch hat der barocke, fast übertriebene Prunk auch heute noch etwas Einzigartiges und Besonderes. Doch eines ist ihnen geblieben: die prachtvolle Bauweise. Auch heute gibt es Barockrahmen, die mit echtem Gold verziert werden. Solche vergoldeten Bilderrahmen gehören zu den wertvollsten Rahmen auf dem Markt.

Dazu kommt, dass eine Kombination mit antiker Einrichtung, aber auch mit modernem Interieur möglich ist. Deshalb können auch Fotografien eingefasst werden und mit einem barockrahmen zum absoluten Hingucker werden. So kommt es, dass diese Einfassung aus der Vergangenheit zu einem i-Tüpfelchen mit Stil im modernen Zuhause geworden ist.

So holen Sie sich den perfekten Barockrahmen nach Hause

Auch heute wird von einigen Marken großer Wert auf kunsthandwerkliche Perfektion gelegt, wodurch es zu einer hervorragenden Auswahl an authentisch wirkenden Barockrahmen kommt. Einige der Rahmen sind über Eck gearbeitet, während einfachere Modelle auf prägnante Leisten setzten. Die aufwändige Herstellung ist eine ganz besondere Domäne der Bilderrahmenkunst. Es gibt inzwischen Bilderrahmen im barocken Stil für jedes Budget. Selbstverständlich ist die Variante aus Massivholz eine Wahl, an welcher Sie lange Freude haben werden. Aber auch für den kleinen Geldbeutel kann man gute Imitationen aus Kunststoff finden, welche auf den ersten Blick kaum Unterschiede zum hochwertigeren Modell zeigen. Die Spannweite von Designs der barocken Rahmen ist groß. Von sehr verschnörkelten und stark glänzenden Varianten bis hin zu etwas dezenteren Modellen in einem dunklen Braun mit Goldkante ist alles dabei. Deshalb kann auch der Liebhaber der etwas unauffälligeren Optik hier fündig werden. Trotzdem gilt bei den Barockrahmen: es kann nie zu prunkvoll oder zu golden sein. Bei einem Barockrahmen kann man ruhig mal übertreiben ohne einen kitschigen Eindruck zu erwecken.

Akanthusverzierung

Akanthus ist eine Pflanzengattung. Von dieser Art des grünen Gewächses gibt es ca. 30 verschiedene Arten, deren distelartige Blätter alle unterschiedlich aussehen. Es mag zunächst komisch erscheinen, dass an dieser Stelle über Blätter berichtet wird. Sieht man sich einen typischen Barockrahmen jedoch genauer an wird klar, dass diese Ausführung hier ihre Berechtigung hat. Die ornamentale Gestaltung auf den Holzrahmen im barocken Stil zeigt nämlich Akanthusblätter. Diese sind häufig als Fries oder als Ranke gestaltet und erstrecken sich über die Ecken eines Bilderrahmens oder über die gesamten Leisten. Vor allem in Europa war diese Art der Rahmengestaltung im Barock beliebt. In den USA, vor allem im „Midwest“ wird auch heute noch viel Getreide und Weizen angebaut. Deshalb wurden die Bilderrahmen aus diesem Raum häufig mit Getreidemustern geschmückt, die an diese Pflanzen erinnern.

Interessanter Fakt:

Der Barock verdankt seinen Namen einer deformierten Perle sinnliche und repräsentative Kraft der Kunst.

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