Bilderrahmen richtig aufhängen

Wie hänge ich einen Bilderrahmen richtig auf? Vermutlich stand schon jeder von uns vor dieser Aufgabe und weiß deswegen, dass es zu einer wahren Herausforderung werden kann. Es geht nicht nur darum, ein Bild gerade, sondern auch sicher aufzuhängen.

Auf Augenhöhe hängen

Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Damit der Bilderrahmen optimal an der Wand und möglicherweise an bereits vorhandene Rahmen angepasst werden kann, stehen Ihnen ein paar einfache Hilfsmittel zur Verfügung: Mit Bleistift, Maßband, Nägeln und einem Hammer sind Sie schon weitgehend ausgerüstet. Um die genaue Höhe zu ermitteln, an der Ihr Bild hängen soll, empfiehlt es sich, mit Hilfe einer anderen Person das Objekt vor die Wand zu halten und aus einer gewissen Distanz die Wirkung zu überprüfen. Es gilt grundsätzlich die Regel, dass das Zentrum des Bildmotivs ungefähr auf Augenhöhe des Betrachters stehen sollte. Auf diese Weise wird das Bild erst intensiv erfahrbar, denn muss man sich auf die Zehenspitzen stellen oder in die Knie gehen, um eine gute Sicht darauf zu bekommen, versteht es sich von selbst, dass man in dieser ungemütlichen Position so wenig Zeit wie möglich verbringen will. Aber dies wäre natürlich sehr schade, möchte man doch ein Gemälde, eine Fotografie oder ein anderes Kunstwerk, das man eigens in einen, in manchen Fällen, lange und sorgfältig ausgesuchten Bilderrahmen eingefasst hat, aufhängen, um es immer wieder in Ruhe bewundern zu können.

Von Anfang an genau arbeiten

Bilderrahmen richtig aufhängenHandelt es sich um kleine bis mittelgroße Formate, reicht es, wenn Sie für die Hängung Ihres Bilderrahmens einen Nagel benutzen, den Sie auf die zuvor ermittelte und markierte Stelle an der Wand einschlagen. Je nach Beschaffenheit des Rahmens können Sie das Objekt im Anschluss direkt auf den Nagel legen oder Sie bringen an der Rückwand noch eine ringförmige Halterung an. Diese kommt in die Mitte des oberen Drittels der Gesamtfläche. Je genauer Sie dabei vorgehen, desto einfacher wird es sein, den Bilderrahmen im Nachhinein gerade aufzuhängen. Ziehen Sie dazu, wenn möglich, zusätzlich eine Wasserwaage hinzu. Es lohnt sich, von Anfang an einen größeren Aufwand zu betreiben, denn eventuelle Ausbesserungen können langwierig und nervenaufreibend sein.  

Sicherheit geht vor

Abgesehen von den ästhetischen Ansprüchen, denen die Präsentation eines Bilderrahmens genügen soll, spielt auch der Faktor der Stabilität und damit der sicheren Hängung eine wichtige Rolle. Hier ist zu beachten, dass sowohl die Einlassung der Nägel oder Schrauben in die Wand als auch die Halterungen am Bilderrahmen selbst mehrere Sicherheitsstufen verkörpern können. Bereits ab einem Format von 30 x 40 cm empfiehlt es sich, an der Rückwand des Rahmens zwei statt nur eine Halterung anzubringen. Diese werden in diesem Falle ebenfalls im oberen Drittel, in einem regelmäßigen Abstand zueinander, angebracht. Nägel und Schrauben können Sie dank dem Einsatz von Dübeln verstärken. Dies ist besonders dann geeignet, wenn Ihre Bilderrahmen beispielsweise aus Massivholz bestehen und dementsprechend ein bereits ordentliches Eigengewicht besitzen. Bei sehr schweren Konstruktionen müssen die Halterungen ebenfalls stabiler sein, was Sie mit Metallösen an Leinenbändern, Ösen mit Metalllaschen oder Ringschrauben aus Metall, die Sie mit robustem Draht miteinander verbinden, bewerkstelligen. Das benötigte Material erhalten Sie selbstverständlich im Fachhandel, wo Sie nach Bedarf auch professionell beraten werden und Anleitungen bekommen können.


Kleines 1x1 zum Thema Aufhänger, Aufsteller, Ösen & Befestigungen

Bei der Wahl eines geeigneten Bilderrahmens müssen viele kleine Details beachtet werden, damit die langjährige Freude an den eingerahmten Kunstwerken bestehen bleibt. So werden meist zunächst Format, Material und Farbe des Rahmens in Betracht gezogen. Genauso sorgfältig sollte jedoch auch auf die Bildaufhängung geachtet werden. Dabei handelt es sich um kleine, meist unsichtbare Rahmenteile, die sich an der Rückwand des Bilderrahmens befinden und eine essentielle Rolle bei der Frage nach Stabilität, Langlebigkeit und Optik spielen. Gerades Hängen ist ein äußerst wichtiges Merkmal der erfolgreichen, professionell wirkenden Bildpräsentation, deshalb ist die Aufhängung ein durchaus bedeutsamer Punkt beim Aussuchen eines Bilderrahmens. 

Den richtigen Haken wählen

Generell ist zu sagen, dass die Aufhängung immer mit möglichst geringem Aufwand verlaufen sollte. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass das Kunstwerk optimalerweise nicht belastet oder gar beschädigt wird. Im Folgenden wollen wir Ihnen einige unterschiedliche Aufhängelösungen und Befestigungen vorstellen, die Ihnen bei der Rahmenwahl Hilfestellungen geben sollen:

Aufhänger und Aufsteller für Bilderrahmen

Zackenaufhänger sind äußerst beliebt, günstig, praktisch und stabil und befinden sich an vielen Bilderrahmen. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen und Größen, die, je nach Rahmenformat und Bildmedium (Gewicht) beachtet werden sollten. Im Allgemeinen werden sie jedoch für kleinere und Mittelformate genutzt und sind für den Betrachter des Bildes vollkommen unsichtbar. So können Bildmotiv und Rahmen in einer einzigartigen Harmonie genossen werden, ohne dass eine Aufhängung den Blick ablenkt. Zackenaufhänger sind vielfältig und flexibel im Einsatz. Das heißt, sie müssen nicht mittig platziert werden, sondern können – falls das Bild in Schieflage gerät – auch einfach versetzt werden. Zackenaufhänger finden auch dann häufig Verwendung, wenn ein Bild aufgrund seines Formates mit zwei Aufhängern an der Wand befestigt werden muss. Je nach Bild- bzw. Rahmengröße gibt es daher kleingezackte, sowie breiter gezackte Aufhänger.

Vor allem bei kleinformatigen Bilderrahmen aus Holz verwendet man gerne Dreieck-Klappösen – wahlweise in den Varianten spitz und stumpf. Dieser Aufhänger wird verkehrt herum am Rahmen montiert und bei der Aufhängung nach oben hin umgeklappt, was eine neutrale, fast unsichtbare Bildpräsentation ermöglicht. Praktischerweise sind am Bildrand im Endergebnis weder Dreiecksspitze noch Nagel zu sehen – edel und unkompliziert. Gerne wird diese Art der Hängung für kleine, leichte Rahmen verwendet, da die Ösen aus eher flexiblem Messing-Draht hergestellt sind. Große Formate werden aufgrund ihres Gewichts lieber mit Bilderdraht oder Lotfix-Aufhängern präsentiert.

Bilderdraht als beliebte, robuste und optisch-ansprechende Methode

Bilderrahmen bequem mit einem Drahtseil aufhängenDer bereits erwähnte Bilderdraht ist eine weitere gefragte Methode der Aufhängung. Der Befestigungsvorgang klingt komplizierter als er eigentlich ist: Der Bilderdraht wird an zwei Rundaufhängern oder metallischen Ösenplatten/Blättchen in den Seiten-Schenkeln des Rahmens befestigt. Die Wahl zum Bilderdraht führt zu einer ausgesprochen ausgewogenen und harmonischen Art der Bildpräsentation, da sich die Last auf beide Seiten des Rahmens verteilt. Bei breiteren Profilen können selbstverständlich mehrere Nägel, über die sich das Seil dann spannt, einen zusätzlichen Halt geben. Auf Sicherheit und Stabilität werden bei dieser Lösung besonderen Wert gelegt. Auch bei Ausstellungen in Galerien und Museen findet Bilderdraht oftmals Verwendung.

Besonders für großformatige Ölgemälde mit auffälligem Gewicht liegt die Verwendung von Bilderdraht nahe, denn diese müssen aufgrund von schwerer, pastoser Farbpalette oder unterschiedlich ausgeprägtem Farbauftrag, sowie verschiedenartiger Bindemittel Nutzung oftmals stärker ausgeglichen werden als ein einfaches Poster. Ein wichtiges Merkmal des Bilderdrahts – das die Optik beeinflusst – ist jedoch die leichte Neigung nach vorne, die dem Bild wiederfährt. Auch ist die Größe der Rundaufhänger entscheidend: je weiter diese von der oberen Bildkante abstehen, desto mehr neigt sich auch das Bild in den Raum. Hier lohnt es sich auszuprobieren, denn Bilderdraht kommt nicht für jedes Kunstwerk in Frage und passt auch nicht zu allen Räumlichkeiten oder Einrichtungsstilen. Für eine schlichte, neutrale Bildpräsentation, sowie eine Anhäufung an Bilderrahmen auf kleiner Fläche werden kleine Aufhänger und Ösen bevorzugt.  

Der Vorteil der Übereckmontage

Bei der Auswahl des perfekten Aufhängers spielt auch die Breite des Rahmenprofils eine signifikante Rolle. Gerade bei großen Formaten sollte dieser Aspekt bei der Aufhängung mit einfließen. Doch ebenso bei kleinen Formaten wird dazu geraten, die Aufhängung genau in der Mitte der oberen Leiste zu vermeiden, da sich das Profil sonst schnell verbiegen oder nach oben hin ausbeulen kann, was zu einer unschönen und disproportionierten Bildwirkung führt. Bei schmalen Leisten eignen sich daher auch die sogenannten Lotfix-Aufhänger, die dreieckige, glatte oder muschelförmige Erkennungszeichen aufweisen. Sie verleihen dem Bilderrahmen zusätzliche Stabilität aufgrund ihrer ausgeklügelten Übereckmontage, die genau über der Gehrung angebracht ist. Die Muschelform wird gerne bei flachen Bildrücken eingesetzt, die flache Ausführung wird für tiefergelegene Rückwände genutzt.

Natürlich gibt es auch spezielle Aufhänger für Poster und Plakate, die sicherlich alle schon einmal gesehen haben. Diese weisen Flexibilität, sowie Elastizität auf und können nur Gewichtslasten der geringen Art tragen. Oftmals sind sie aus Karton, Stoff oder Gummi geschnitten, verfügen über ein blumenförmiges oder eckiges Äußeres und sind mit einer Kordel oder einem Messing-Bügel versehen. Besonders beliebt im Handel ist der Shirting-Aufhänger aus Hautleimgummierung mit Dreiecksöse, der durch Befeuchten klebt und bis zu 1,2 kg tragen kann.

Klasse bei Masse

Für die Befestigung und Hängung von großen und schweren Bilderrahmen werden Schwerlastaufhängerwinkel verwendet. Diese können eine Traglast von bis zu 20 kg halten. Dabei wird nicht nur die obere Profilseite des Rahmens bearbeitet, es werden zudem auch die unteren Rahmenecken mit Gegenwinkeln ausgestattet, welchen den unteren Gehrungen verstärkten und sicheren Halt bieten.

Rückwand mit TischaufstellerEine weitere, nicht wegzudenkende Gattung im Kontext der Aufhänger sind die Diebstahlsicherungen. Lesen Sie mehr über die präzise Montage und komplexe Zusammenarbeit von Sicherungsplatten, Haltewinkeln und T-Schrauben in unserem Artikel über die Aufhängesysteme für maximale Sicherheit.

Sie möchten Ihre Lieblingswerke aufhängen, wohnen aber unter Dachschrägen? Kein Problem! Finden Sie hier heraus, wie Sie direkt an die Schrägen hängen oder wie Ihnen Galerieschienen behilflich sein können.

Aufstellen und Aufhängen

Natürlich ist die einfachste Art der Bildpräsentation das Aufstellen. Dieses wirkt bei Foto- und Portraitrahmen, sowie kleinen Landschaftsaufnahmen und Familienbildern besonders gut. Ein stabiler Aufsteller, der diagonal an der Rückwand verläuft ermöglicht die Aufstellung im Hoch- und Querformat. Persönliche Bilder machen sie wunderbar auf Schreibtischen, Nachtischen oder im Wohnzimmer.

Im Allgemeinen reicht ein einfacher Nagel zur Aufhängung eines gerahmten Bildes. Achten Sie darauf, den Nagel schräg von oben in die Wand zu schlagen, so dass er nicht zu weit aus der Wand herausragt und das Gewicht mittig ausgeglichen wird. So beeinflussen Sie den Winkel, der entscheidend dafür ist, dass Ihr Bild nicht zu weit von der Wand absteht. Mit diesen Tipps sind sie einen Schritt näher in der Kreation eines ausgewogenen Gesamtkunstwerks.